Bekanntermaßen hat Sony bei einem Gericht beantragt, alle Festplatten von George Hotz für eine Investigation beschlagnahmen und inspizieren zu dürfen. Das Gericht entschied jedoch, dass die Platten eine Drittfirma bekommen soll, um daraus alle Informationen, die mit dem Hacken der PS3 zu tun haben, löschen zu können. Eine Kopie der Platten anzufertigen sei nicht erlaubt. Um die Aufbewahrung der Festplatten hat sich eine Firma namens TIG gekümmert, die Sony nun dringend empfiehlt, beim zuständigen Gericht einen Antrag auf Erlaubnis zum Anfertigen eines Backups von GeoHotz Festplatten zu stellen. Und so stellte auch Sony einen Antrag beim Gericht. Sony will außerdem das Recht zugesprochen bekommen, dass GeoHot der Firma alle Passwörter für passwortgeschützte Dateien in den Festplatten aushändigt.
Die Firma TIG möchte genauer ganze 2 Vollbackups von den Platten machen, in decrypteter und encrypteter Form. Laut GeoHots Anwälten sei Sony nicht berechtigt, Informationen aus den Platten zu beziehen und Kopien anzufertigen. Jedoch ist dies exakt das, was Sony erreichen möchte.
Sonys Antrag behandelt folgende Punkte:
1) Die Firma TIG soll von jeder beschlagnahmten Festplatte 4 Sound-Images (Stream-Images) in verschlüsselter und entschlüsselter Form anfertigen und aufbewahren dürfen. Eine Hälfte davon soll von TIG aufbewahrt werden, die andere Hälfte soll für Analysezwecke verwendet werden.
2) Alle erstellten Images soll TIG für die Dauer des Falls aufbewahren dürfen, sprich nach Ende des Falls würden die Images gelöscht werden.
3) GeoHot soll der Firma TIG alle Passwörter für die in den Festplatten enthaltenen, passwortgeschützten Dateien geben.
4) GeoHot soll der Firma TIG sagen, ob in den Festplatten jemals virtuelle Maschinen und Laufwerke in Betrieb genommen wurden.
Außerdem verlangt Sony vom Gericht, dass GeoHot
a) verifizieren soll, dass alle Festplatten, in denen Informationen über das Hacken des PS3 enthalten sind oder waren, ausgehändigt wurden sind,
b) verraten soll, warum die Festplatte, die für das Video am 7. Januar 2010 mit dem Titel "Jailbroken PS3 3.55 with Homebrew" nicht an TIG ausgehändigt wurde,
c) verraten soll, ob er Speichermöglichkeiten im Internet für das Aufbewahren von PS3-Hacking-Informationen verwendet hat und diese dann verraten soll,
Außerdem möchte Sony, dass alle Kosten und Gebühren, die mit dem Antrag anfallen, erstattet werden.
Quelle:
psgroove