Letztes Jahr gab es ja viel, viel... sehr viel Trubel um Sonys Online-Dienst
Playstation Network. Aufgrund veralteter Firewalls wurden unzählige Kundendaten verschiedener PSN-Accounts durch Hacker-Angriffe entwendet. Microsofts Online-Dienst
Xbox Live blieb bisher von solchen Angriffen weitesgehend verschont.
Doch in der letzten Zeit häuften sich die Beschwerden von Nutzern, dass ihr Xbox Live-Account gehackt worden sei. Microsoft äußerte sich hierzu nur mit der Aussage, dass es sich hier nur um Phishing-Attacken hält. Dies erweckte den Anschein, dass daher nicht sehr viel passiert sei, doch die Geschichte einer Xbox Live-Nutzerin lässt auf was anderes schließen.
Susan Taylor, deren Account auch einem Angriff zum Opfer fiel, wandte sich bei diesem Problem direkt an Microsoft. Das Unternehmen verschläft allerdings Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten und den Account zu sperren, weshalb das [mit veränderten Login-Daten] PayPal-Konto von Susan nunmehr um 300 US-Dollar erleichtert wurde; mehr als doppelt so viel, wie es noch zum Zeitpunkt der Support-Anfrage an Microsoft war. Die Hacker gehen wie folgt vor:
Durch einen noch unbekanntem Wege erhaschen sich die Hacker die Nutzerdaten des Accounts. Sobald die Hacker eingeloggt sind, erwerben sie ein "Family Gold Pack" mit 4 Goldmitgliedschaften, auf die anderen Accounts werden durch den gehackten Account erworbene Microsoft Points übertragen.
Die nun mit einer Goldmitgliedschaft und zahlreichen Microsoft Points ausgestatten Accounts werden nun verkauft, vorrangig in Polen. Susan konnte ihren gehackten Account auf einer Auktionsseite ausfindig machen, und kontaktierte den Käufer. So gelang es ihr, an ein paar Informationen der Verkäufer zu gelangen. Wie Microsoft nun allerdings weiter vorgehen wird ist ungewiss. Eine von
Kotaku angefragte Stellungnahme liegt zur Zeit noch nicht vor.