@CoolSpot und @all: Und das hat alles mit iOS / Android WAS zu tun? ... Eine Diskussion "Mac OS VS Windows" brauchen wir hier nicht abzuhalten, das führt zu nichts. Schon gar nicht, wenn man ewig tief in der Geschichte gräbt. Und interessiert nur der IST-Zustand. Und im Moment IST Mac OS-X 10.7 "Lion" für den Anwender sicherer als Windows 7 (wo teilweise auch mitspielt, dass es für Windows deutlich mehr Viren gibt). Dazu ist OS-X stabiler als Windows (u.a. wegen der zugeschnittenen Hard- und Software). Und so weiter... am Ende landen wir aber da, wo wir waren: Jeder heiligt sein OS in den Himmel oder versucht irgendwie objektiv zu bleiben. Interessiert niemanden, jeder benutzt einfach das weiter, was ihn bisher zufriedenstellt. Das spart uns viele sinnlose Texte, die teilweise voller Unwissen, Lügen etc. stecken.
Zum Thema iOS / Android:
iOS war weit vor Android am Massenmarkt erfolgreich. Auch, wenn es nicht bewiesen ist (oder wir es nur nicht wissen), so macht es zumindest den Anschein, dass Android, wie wir es heute kennen, eine dreiste Kopie von iOS ist. Wer sich mal ansieht, wie Android vor 2007 aussah (ja gar das ganze Konzept!), der wird feststellen, dass sich nach der iPhone-Präsentation Anfang 2007 ziemlich schnell deutlich was getan hat - komischerweise beinahe zum Verwechseln ähnlich (besonders in den Anfängen der beiden Systeme, wie sie heute sind, also 2007/2008). Ob das Zufall ist, ob das Diebstahl ist, ob das Hanebüchen ist, ist mir an dieser Stelle egal. Da kann jeder seinen Senf zu abgeben, aber auch das bringt uns nicht weiter. Daher lasse ich das mal so stehen.
Allerdings muss man mit einigen Mythen und mit viel Unwissen aufräumen, da fange ich mal an:
- seit iOS 5 braucht man zum Synchronisieren, für FW-Updates etc. keinen Computer mehr; jetzt geht alles, auch die Ersteinrichtung, ohne Computer. So kann man ein iOS-Device im Laden kaufen und direkt auspacken und benutzen
- im Laufe der Zeit und der Entwicklung haben sowohl Google als auch Apple voneinander abgeschaut, keine Frage; viele Features hatte erst Android, viele andere hatte erst iOS, jetzt haben sie beide. Was aber bleibt ist, dass das Grundkonzept von Android (2007/2008) sehr stark von Apple abgekupfert zu sein scheint. Ob iOS oder Android da zuerst Multitasking, eine Sprachwahl, ein Notification Center oder sonst was hatten, bleibt irrelevant
- iOS ist sicherer als Android, das ist von diversen Anti-Viren-Herstellern bewiesen worden. Was das am Ende im Alltag bedeutet, sei dahingestellt. Fakt ist, dass bei iOS alle Content-Systeme (App Store, iTunes, iBooks Store etc.) kontrolliert sind. Vorteil: Keine Viren, keine defekten Apps, keine rechtswidrigen Apps, in iOS integrierte Stores mit übergreifender Bezahlmöglichkeit etc. Nachteil: Deutlich weniger Freiheit. Da muss einfach jeder für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist. Besser oder schlechter gibt es da nicht! Wünschenswert wäre eine Zwischenlösung (sozusagen ein Android mit kontrolliertem App Store), m.E. kommt iOS mit Jailbreak dieser Zwischenlösung am Nächsten. Aber das ist Geschmackssache und eine Frage der persönlichen Einstellung.
- unter iOS braucht man einen Entwickler-Account, um anderen Apps zu Verfügung stellen zu können - jedoch hat das nicht nur Nachteile. Der Vorteil ist, dass man so eigene Apps in den App Store stellen kann, mit welchem Entwickler deutlich besser Geld verdienen können, als mit dem Android Market. Die iOS-Kundschaft ist offenbar schneller bereit, für Apps zu zahlen. Die Erfahrung zeigt, dass daraus deutlich mehr hochqualitative Apps resultieren. Natürlich gibt es sowohl unter iOS als auch unter Android unzählige Furz-Apps etc., das bestreitet niemand. Dafür gibt es unter iOS qualitative Apps oft deutlich früher und deutlich stabiler usw., wenn sie nicht sogar exklusiv für iOS erscheinen. Weiterer Vorteil des App Stores ist, dass Entwickler so keine Kosten für das Hosting ihrer App und der Pflege tragen müssen. Und im Ernst, bisher musste wohl kein iOS-Nutzer auf eine App verzichten, weil der App Store ja ach so restriktiv ist und man ja nur das bekommt, was Apple einem erlaubt zu installieren - das ist Schwachsinn! Auf beiden Systemen gibt es Apps für alles, machen wir uns nichts vor. Nachteile dieses Konzepts gibt es natürlich reichlich, und genau die nutzt Android zu seinem Vorteil - es ist aber, wie gesagt, dann auch ein deutlich anderes Konzept - BEIDE haben ihre Daseinsberechtigung, keines ist objektiv besser oder schlechter, sondern nur auf ihren Zweck bezogen.
- iOS läuft nur auf iPhones etc., welche nicht die günstigsten Geräte sind. Android läuft auf "allen" Geräten. Auch hier Vor- und Nachteile. iOS nutzt die Hardware besser (das iPhone 4S läuft mit einer 800MHz-CPU deutlich schneller als andere Android-Smartphones mit 1,4GHz-CPU...). Kostet aber. Und das iPhone trifft nicht jedermanns Geschmack. Android bedient dank der Fülle an Geräten beinahe jeden Geschmack. Hier muss jeder selbst abwägen: Will ich ein Gerät, dass zentral und zeitgenau mit Updates versorgt wird, das die verbaute Hardware zu 100% ausreizen kann und dafür ein paar €uro drauflegen, oder will ich ein Gerät, das meinen Geschmack trifft, ich aber auch mal auf Updates zu warten bereit bin und bei dem die 1,4GHz zur Hälfte brach liegen? (Etwa so in der Richtung würde ich das formulieren.) Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Fazit: iOS und Android sind zwei vollkommen unterschiedliche Systeme, die zwei vollkommen unterschiedliche Märkte bedienen bzw. bedienen sollen. Da gibt es kein besser, kein schlechter. Jedes System erfüllt den Zweck, den es erfüllen soll und für den es geschaffen ist, heutzutage sehr gut. Beide haben ihre Daseinsberechtigung. In meinen Augen stehen die beiden nicht mal im direkten Konkurrenzkampf - ungefähr so, wie Porsche und Kia auch nicht in direkter Konkurrenz stehen - weder Porsche noch Kia ist "besser", beide erfüllen ihren Zweck. Und das sollten die Leute langsam mal verstehen.
Soviel dazu von meiner Seite.
Was Apple und Google da jeweils aufgestellt haben, ist großartig und ich will keines der Systeme missen. Dass Steve Jobs nicht unbedingt angetan davon ist, dass Google quasi mit seinem Konzept Geld macht, ist verständlich, seine Aussage daher nachvollziehbar. Ist nur die Frage, ob diese Einstellung berechtigt war. Wenn Google gestohlen hat, dann ja - da sie aber weniger gestohlen als vielmehr abgeguckt haben und in Anbetracht der Sache, dass diese Vorgehensweise total normal ist und Android einen anderen Markt bedient, ist diese Aussage ohnehin irrelevant und m.E. ein wenig wahnsinnig. Aber das ist ja jetzt sowieso "Schnee von gestern". Nichts desto trotz: R.I.P., Steve.